Erste Fortschritte bei Erweiterung des Hochschulstandortes Ansbach

07. Juni 2018

MdL Harry Scheuenstuhl (SPD) erhält Bericht der neuen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Marion Kiechle, zum Stand der Hoch-schulerweiterung in Ansbach.

„Wir unterstützen den Wunsch der Hochschule Ansbach, sich auf dem voraussichtlich 2021 freiwerdenden Gelände der Barton Barracks zu erweitern.“, sagt der Betreuungsabgeordnete für Stadt und Landkreis Ansbach, MdL Harry Scheuenstuhl.
Das zunächst von der Hochschule hierfür vorgelegte Konzept beinhaltet einen Auf-bau von insgesamt 2.170 neuen Studienplätzen bis zum Jahr 2025 mit etwa 10 neuen Studiengängen im Bereich Medien, die jedoch noch nicht konzipiert sind. Zu den Einrichtungen, welche die Hochschule in diesem Zug auf dem Gelände der Barton Barracks realisieren möchte, gehören darüber hinaus ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum mit einer Forschungs- und Lernfabrik, ein Medienzentrum „House of Media“ sowie ein Zentrum für „Life-Long-Learning“.

„Da diesem ersten Konzeptentwurf noch nicht zu entnehmen war, wie der starke Studierendenaufwuchs generiert werden soll, wurde der Hochschule die Vorlage einer stufenweisen realisierbaren Konzeptionierung aufgegeben, das zum einen an die Raumerfordernisse zum an-deren an die konkrete Nachfrage angepasst werden kann.“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete. Im April 2018 hat die Hochschule Ansbach dann zum Einstieg die Planungen für zwei neue Bachelor- und einen Masterstudiengang vorgelegt.
Es handelt sich um zwei grundständige Bachelorstudiengänge „Visualisierung und Interaktion in digitalen Medien“ (B.A.) und „Organisatorischer und technischer Datenschutz“ (Bc.Sc.) sowie den konsekutiven Masterstudiengang „Digital Lifestyle, Entrepreneurship und New Economy“ (M.A.). Bei der Konzeption der Studiengänge sollen, dem Studieninhalt entsprechend, neue Formate – online und blended-learning – erprobt werden. Laut Auskunft des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst werden pro Studienjahr rund 50 Studienanfänger in jedem Bachelorstudiengang erwartet, 50 pro Semester im Masterstudiengang, im Endausbau umfasst die Planung daher 450 neue Studienplätze. Das Einvernehmen des Staatsministeriums für die drei Studiengänge sollte nach der nächsten Sitzung des Hochschulrats am 2. Mai 2018 beantragt werden. Der Bedarf wird für diese drei Studiengänge auf insgesamt 16 Stellen für Professoren/innen, 8 Stellen für Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen sowie 12 Stellen für nichtwissenschaftliches Personal angegeben. Weitere 500.000 € pro Jahr kommen an Sachmitteln hinzu. Zunächst soll die Unterbringung auf angemieteten Flächen in Containern stattfinden, für die Anmietung werden Mittel in Höhe von 335.000 € pro Jahr veranschlagt. Die für die Einführung der neuen Studiengänge erforderlichen Ressourcen werden regulär zum Haushalt angemeldet werden.

Der Abgeordnete glaubt daran, dass es der Hochschule gelingen wird, für die neuen Studiengänge mittelfristig eine stabile zusätzliche Nachfrage zu gewinnen: „Seitens der Staatsregierung befinden sich die Pläne zur Erweiterung der Hochschule Ansbach im Bereich Digitaler Medien noch in einem Stadium, bei dem keine Angaben zur räumlichen und zeitlichen Dimension gemacht werden können. Nur wenn die neuen Studiengänge zu einer nennenswert erhöhten Studierendenzahl führen und davon gehe ich aktuell fest aus, besteht Bedarf für eine Erweiterung der Hochschule Ansbach auf das Gelände der Barton Barracks. Die Option der Anmietung von Flächen auf dem Gelände der Barton Barracks bleibt davon zunächst unberührt.“, so Scheuenstuhl abschließend.

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