Beschimpfungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) haltlos!

29. März 2018

Als schlichte Unverschämtheit tituliert SPD-Landtagsabgeordneter Harry Scheuenstuhl die jüngsten Ausführungen einer CSU-Parlamentarierin im Bayerischen Landtag über die von der AWO geführten Kindertagesstätten. Die Bewegung der Arbeiterwohlfahrt derart zu beschimpfen ist mehr als unangebracht, zeigen aber auch, dass bis in diese Kreise die Grundsätze der Arbeiterwohlfahrt „Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit“ trauriger Weise noch nicht bekannt sind. „Wir stehen voll und ganz zu der hervorragenden Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unseren Kindertageseinrichtungen zum Wohle aller Kinder“, so Scheuenstuhl.

Dort wird aufopferungsvolle, am Kindeswohl orientierte Arbeit geleistet, Kinder in ihrer freien Willensbildung unterstützt, sie erfahren auch andere Bräuche, Religionen und Anschauungen, um so die Werte unserer christlich-abendländischen Gesellschaft in ihrem Leben entsprechend würdigen zu können.

Den uns anvertrauten Kindern wird dabei nicht irgendetwas aufgezwungen, sondern in spielerischer, kindgerechten Art und Weise Toleranz und Achtung vor Mitmenschen nahe gebracht, ohne auszugrenzen und zu spalten. Toleranz auch gegenüber anderen Religionen und anderen Menschen und zwar allen Menschen ist den AWO-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern ein großes Anliegen. Auch deshalb halten sich alle von der AWO geführten Kindergärten an die gesetzlichen Vorgaben, dass alle Kinder zentrale Elemente der christlich-abendländischen Kultur erfahren und lernen sollen, sinn- und werteorientiert und in Achtung vor religiöser Überzeugung zu le-ben. Diesem Anspruch werden alle unsere AWO-Kindergärten gerecht, erklärt Scheuenstuhl.

Abfällig zu behaupten, es sei nicht verwunderlich, dass ein AWO-Kindergarten kein Osterfest mehr feiere, sondern so die wörtliche Aussage im Bayerischen Landtag ei-ner CSU-Abgeordneten „…feiern in der AWO das Betrinken“ ist schlicht und einfach eine Unverschämtheit, so Scheuenstuhl verärgert. Nur um am rechten Ufer nach Stimmen zu fischen, werden Meldungen ohne Überprüfung auf den Wahrheitsgehalt übernommen und zu Anträgen vor dem Plenum missbraucht. Dies allein ist schlimm genug. Solche Aussagen würden bei einer Auseinandersetzung mit den Grundsätzen der AWO nicht einmal annähernd, zumindest einer Integrationsbeauftragten des Bayerischen Landtags, über die Lippen kommen dürfen, so Scheuenstuhl.

Anstatt ihrer neuen Aufgabe gerecht zu werden, verunglimpft die neue Integrations-beauftragte Wittmann, andere kulturelle Traditionen und einen der größten und wichtigsten Wohlfahrtsverbände in Deutschland. Dies zeige, so Scheuenstuhl ab-schließend, welcher Geist künftig im Rahmen der bayerischen Integrationspolitik herrschen werde. Für die Aussagen der neuen Integrationsbeauftragten bleibt eigentlich nur ein Wort: „Pfui!“

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