SPD-Landtagsfraktion zu Besuch im Steigerwald

05. Mai 2015

Vom 27.04. bis zum 29.04. hat sich der Arbeitskreis Umwelt und Verbraucherschutz der SPD-Landtagsfraktion auf den Weg nach Ebrach gemacht, um sich den Steigerwald vor Ort anzusehen. Neben einem gut besuchten Fachgespräch mit beteiligten Bürgermeistern (u.a. Klaus Seifert aus Scheinfeld), Landräten (u.a. Florian Töpper aus Schweinfurt) und interessierten Bürgerinnen und Bürgern, sowie dem Besuch einer Teichwirtschaft, war eine Besichtigung des Steigerwaldes der Höhepunkt der Reise.

Ebrach Saal

Der Vorsitzende des Arbeitskreises, Harry Scheuenstuhl, machte sich zusammen mit dem Vorstand der Fraktion, extra aus München angereist, ein Bild von der Situa-tion vor Ort. Auf der Besichtigung des Steigerwaldes wurden der Umweltpolitiker Scheuenstuhl und seine Kollegen aus dem Landtag vom Leiter des Staatsforstbe-triebes Ebrach, Ulrich Mergner, sowie Dr. Ralf Straußberger vom BUND Naturschutz ausführlich informiert. Von nachhaltiger Bewirtschaftung über das Trittsteinkonzept bis hin zu den Vorteilen, die ein Nationalpark mit sich bringen würde, wurde über alles geredet. Eines hat sich dabei ganz klar herausgestellt, sagte Scheuenstuhl: „Der Schutz unserer heimischen Natur muss oberste Priorität haben, denn auch künf-tige Generationen sollen in einer intakten Umwelt leben können! In jedem Fall würde eine Machbarkeitsstudie zu einer deutlichen Entspannung der Situation vor Ort führen. Denn mittlerweile sind sogar Familien verstritten!“ Die SPD-Landtagsfraktion fordert bereits seit langem eine entsprechende Machbarkeitsstudie, bezüglich der Errichtung eines Nationalparks, die bisher jedoch von der CSU abgelehnt wird. „Eine endgültige Entscheidung ohne Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort muss vermieden werden und darf nicht erfolgen.“, so Scheuenstuhl weiter.

Weitere Eindrücke von der sehr interessanten und informativen Veranstaltung:

Steigerwaldreise des AK Umwelt und Verbraucherschutz vom 27.04.-29.04.2015

Nach der Ankunft und dem Einchecken ins Historikhotel Klosterbräu in Ebrach hat sich zunächst der AK zusammengesetzt und seine übliche AK-Sitzung abgehalten. Nachdem der Ablauf der Reise nochmals besprochen und über zukünftige Themen geredet wurden, kam am Abend der Bürgermeister der Stadt Ebrach, Max Dieter Schneider, mit seiner Frau sowie der Landrat des Landkreises Schweinfurt zu Besuch. Zudem sind Kathi Petersen und Susann Bielefeld als lokale Abgeordnete dazu gestoßen um sich mit dem AK und den Gästen über die Steigerwald Debatte zu unterhalten. Am nächsten Morgen ging es dann für alle, inklusive Klaus Seifert, dem Bürgermeister der Stadt Scheinfeld, der uns den ganzen Tag begleitete, zunächst zur Fischzucht Jakob. Herr Jakob, Inhaber der Fischzucht sowie Vorsitzender der Teichgenossenschaft, zeigte uns engagiert seine Teichwirtschaft mit über 60 Naturteichen im Aisch- und Ebrachtal. Zu den größten Problemen in der Fischzucht in dieser Gegend zählt die schlechte Wasserqualität, die sich durch Nährstoffarmut und Einträge aus der Landwirtschaft in die Teiche ergibt. Auch der Biber stellt eine Gefahr für die Teichwirtschaft dar, was sich allerdings durch die Erlaubnis Biber zu schießen, im Rahmen hält. Höhepunkt der Reise war dann die Besichtigung des Steigerwalds, die am Dienstagnachmittag stattfand und wofür auch der Fraktionsvorstand anreiste. Mit einer Gruppe von über 40 Personen ging es dann mit dem Bus und einer vorher beantragten Sondergenehmigung mitten in den Steigerwald. Neben der Besichtigung des Waldes wurden wir sowohl von Gegnern als auch von Befürwortern des Nationalparks über ihre Ansichten informiert und es wurde über eine geplante Machbarkeitsstudie sowie das Trittsteinkonzept und allgemeine Bedenken beider Seiten diskutiert. Im Mittelpunkt hierbei standen Ulrich Mergner, Leiter des Forstbetrieb Ebrach, von den bayerischen Staatsforsten sowie Dr. Ralf Straußberger vom BUND Naturschutz. Nach der Beleuchtung beider Seiten ging es dann noch ins Steigerwaldzentrum, in dem es um das Thema Nachhaltigkeit bei der Waldbewirtschaftung ging. Für den Abend war schließlich ein Bürgergespräch geplant, das Kathi Petersen organisiert und geleitet hat. Mit über 70 Besuchern war der Andrang größer als erwartet, der Raum voll und eine gute Grundlage zur Diskussion geschaffen. Rund 2 Stunden dauerte das Gespräch, bei dem neben uns Abgeordneten auch Herr Mergner und Herr Dr. Straußberger für Fragen zur Verfügung standen. Argumente für und gegen die Ausrufung eines Nationalparks wurden ausgetauscht, auch einige Bürgermeister waren anwesend und gaben ihre Meinung preis. Als Abschluss der Reise stand am Mittwochmorgen nochmals ein Bürgergespräch in kleiner Runde an, bei dem der AK nochmals die Bürgernähe suchte und sich über die Wichtigkeit der Machbarkeitsstudie und die großen Chancen für den Steigerwald durch die Ausrufung als Nationalpark unterhielt. Es war insgesamt eine sehr aufschlussreiche und interessante Informationsreise!

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