Nur mal kurz die Welt retten …

17. November 2015

Unter diesem Motto stand die hochrangig besetzte SPD-Veranstaltung zur Umwelt- und Klimapolitik am 26.10.2015. Vertreter der Bundes-, Landes-, und der kommunalen Ebene diskutierten mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Gasthof Scharfes Eck in Neustadt an der Aisch. Die Neustädter Ortsvereinsvorsitzende Heike Gareis konnte eine hochrangige Riege an Umwelt- und Kommunalpolitikern begrüßen. Gareis wies darauf hin, dass Nachhaltigkeit ein Querschnittsthema ist, welches die Verantwortung für die heute lebenden Menschen mit der Verantwortung für die zukünftigen Generationen verbindet. Jede Generation müsse ihre Aufgaben selbst lösen und dürfe sie nicht den nächsten Generationen aufbürden.

Am Podium: Heike Gareis, 1. Vorsitzende und Stadträtin, Harry Scheuenstuhl, MdL, Carsten Träger, MdB, 1. BM Lutz Egerer, 1. BM Klaus Meier

Klima

Carsten Träger, Bundestagsabgeordneter und Obmann der SPD im parlamentarischen Beirat für Nachhaltigkeit eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Vortrag über die zurückliegenden Gipfel. „Wir sind in der Klimapolitik einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Das G 7-Treffen in Elmau und der Nachhaltigkeits-Gipfel in New York haben hier wichtige Akzente gesetzt und weckt große Hoffnung für den Klima-Gipfel in Paris.“ resümiert Träger, „Das deutsche Ziel der Absenkung der CO²-Emmisionen bis 2020 um 40 % ist anspruchsvoll, aber realistisch, obwohl noch eine Lücke von 5-8% klafft. Es sind jetzt Anstrengungen auf allen Ebenen notwendig, um die Ziele Wirklichkeit werden zu lassen.“ Etwas skeptischer sieht das der umweltpolitische Sprecher der SPD im Bayerischen Landtag Harry Scheuenstuhl. „Die beste Energiepolitik ist erst gar keine Energie zu verbrauchen.“ erklärt der gelernte Umweltschutzingenieur „Es können bereits Häuser mit sehr niedriger CO²-Bilanz gebaut werden, diese sind aber im Vergleich zur konventionellen Bauweise dem Verbraucher immer noch zu teuer.“ Lösungen sieht der ehemalige Bürgermeister von Wilhermsdorf nur in der schrittweisen Verteuerung der Energieträger, wie Öl und Kohle. Der Petersauracher Bürgermeister Lutz Egerer, ein, wie er selbst von sich sagt „stolzer Dorfbürgermeister“, stellt die Eigenverantwortung der Bürger in den Vordergrund. „Jeder kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn er vermehrt auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigt oder Fahrgemeinschaften bildet.“ so Egerer. „Heutzutage kann jeder auf seinem Smartphone eine App herunterladen, der ihm anzeigt, wo ein anderer ihn mitnehmen könnte.“ Der Bürgermeister von Neustadt an der Aisch Klaus Meier nimmt die Aufforderung zum Mitmachen bei der Energiewende gerne auf und kann auch schon einige verwirklichte Projekte vorweisen. „Wir beachten bei jedem neuen städtischen Projekt die Co²-Bilanz. Die Umsetzung muss sich allerdings an die Gegebenheiten der Gebäude anpassen. Zwar sind Solarpaneelen auf einem historischen Gebäude, wie dem Riegelshaus, nicht möglich, aber durch ausreichende Dämmung und mit einem Mikro-Heizkraftwerk lassen sich auch mit einer alten Bausubstanz gute Ergebnisse erzielen“. Im Anschluss entbrannte eine lebhafte Diskussion mit den Gästen. Walter Billmann, Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag mahnte vor allem die verfehlte Politik der sogenannten CO²-Zertifikate an und empfahl diese schnellstens zu ändern. „Eine gelungene Veranstaltung mit hochkarätigen Gästen.“ stellte zum Schluss Heike Gareis zufrieden fest.

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