Mit viel Herzblut und Engagement bei der Sache

24. Oktober 2014

„Dies ist ein herzliches Dankeschön an alle Menschen, die sich für ältere und schwache Personen einsetzen!“ mit diesen Worte begrüßte der Landtagsab-geordnete Harry Scheuenstuhl seine zahlreichen Gäste auf dem Ehrenamts-empfang der Bayerischen SPDLandtagsfraktion für sozialengagierte Men-schen. Gemeinsam mit seiner Kollegin Angelika Weikert lud er VertreterIn-nen aller Sozialverbände ins AWO-Pflegeheim nach Roßtal ein. Neben 1. Bürgermeister Johann Völkl begrüßte auch Thomas Zwingel aus Zirndorf die Besucher. Die Hausherrin und Heimleiterin Martina Bär sprach aber gleich zu Beginn die Probleme in der Praxis an. Seit über 20 Jahren hat es im stationä-ren Bereich kaum Verbesserungen gegeben. Während im ambulanten Be-reich viel ausgebaut wurde, geraten die Heime immer mehr unter Druck. Trotz Erfüllung der Fachkraftquote klagen sogar die qualifizierten Einrichtun-gen über die Belastungen im täglichen Arbeitsablauf. Über 80% der Heimbe-wohner sind demenziell verändert, erfordern also mehr Zuwendung.

Harry Angelika

„Demenz findet bei der Einstufung der Pflegebedürftigkeit kaum Berück-sichtigung!“ sagt Frau Bär. „Niedriger Pflegeschlüssel bedeutet weniger Per-sonal.“ Auch die Fallpauschalen in den Krankenhäusern wirken sich aus. „Pa-tienten kommen möglichst schnell wieder zurück in die Heime. Dadurch sind wir eine Akutklinik, Rehaklinik, machen Behandlungspflege uvm.“ Die Fraktionssprecherin im Bayerischen Sozialausschuss Angelika Weikert konnte der Fachfrau nur zustimmen. „Die Pflegeversicherung ist nicht pra-xisgerecht angepasst worden“ so Weikert. Nur die gemeinsamen Anstren-gungen aller Wohlfahrtsverbände haben die Bayerische Staatsregierung dazu gezwungen Selbstzahler abzuschaffen. Sie prangert den Kostenwettbewerb stark an. „Es muss einen Wettbewerb in der Qualität geben. Das hilft den Menschen!“ Vielen ungelernten Pflegekräften hilft der von der SPD durchge-setzte Mindestlohn, um wenigsten von diesen Knochenjob leben zu können. Angelika Weikert schilderte auch ihre Eindrücke die sie bei ihrem Besuch bei den Asylsuchenden im Möbelhaus Höffner gewann. „Jahrelang hat man ge-wartet und keine Aufnahmeeinrichtungen in Bayern geschaffen, obwohl man an einem Finger abzahlen konnte, dass die Gefahrenherde auf dieser Welt zunehmen.“ Die CSU hat diese Entwicklung total verschlafen. Damit leistet die Bayerische Sozialpolitik einen Offenbarungseid. Nach dieser schweren Kost bedankt sich Harry Scheuenstuhl nochmals ganz herzlich bei allen sozialengagierten Ehrenamtlichen und bat nicht nach zu lassen in ihren Bemühungen den Schwachen in unserer Gesellschaft zu hel-fen. Bei Kaffee und Kuchen wurden dann noch so manche angeregte Ge-spräche geführt.

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