Migration und Ausbildung

04. März 2015

SPD-Abgeordneter Harry Scheuenstuhl lud zu einer brisanten Diskussion. CSU lehnt sinnvolle Lösung ab

Die Wirtschaft sucht händeringend guten Nachwuchs und junge, hochmotivierte und oft auch gut ausgebildete Ausländer werden abgeschoben. Ein Zustand, den weder die Wirtschaft noch die Betroffenen wollen. „Hier muss die Politik endlich reagieren und praxisbezogene Regelungen machen!“ forderte Scheuenstuhl bei seiner Begrüßung. Unterstützt wurde er von seiner Landtagskollegin Angelika Weikert, die sozialpolitische Sprecherin ist. „Bildung und Ausbildung helfen den jungen Migranten bei uns, aber auch in ihrer Heimat!“ so Weikert.

Das Podium war mit ausgesprochen Fachleuten besetzt: von rechts-Oliver Baumbach, IHK Nürnberg, Heinrich Schübel, HWK-Mittelfranken, Sascha Wächtler. Moderator und SPD-UB-Vorsitzender, Hans Beer, Regionalleiter der IG Bau u. Umwelt und die SPD-MdL`s Angelika Weikert und Harry Scheuenstuhl Poduim AN

„Betriebe suchen händeringend Auszubildende. 80.000 Lehrstellen sind in Deutschland unbesetzt.“ Unterstrich Oliver Baumbach von der IHK die Misere auf dem Arbeitsmarkt. Eine Investition in Ausbildung ist eine langfristige Angelegenheit führet auch Heinrich Schübel von der Handwerkskammer aus. „Wenn junge Migranten mit 18 Jahren abgeschoben werden können ist es nicht besonders sinnvoll für die deutsche Wirtschaft da zu investieren.“ Deshalb muss dies geändert werden. „Viele Betriebe unterstützen ihre Lehrlinge, damit sie einen sicheren Aufenthaltsstatus bekommen!“ sagte Hans Beer von der IG-Bau und auf dem Podium war man sich einig, dass „drei Jahre Ausbildung und danach zwei Jahre Weiterbeschäftigung für junge Migranten“ ein Mindestziel sein muss. „Dabei können die Landkreise ein guter Vermittler zwischen den Jugendlichen und den Betrieben sein!“ sagte Harry Scheuenstuhl. Hilfestellungen beim Deutschlernen und damit bei der Integration. Bei der Diskussion brachte sich auch ein junger Mann. Mahdi Saberi, ein, der anhand seiner beruflichen Laufbahn schilderte, wie erfolgreich sie verlaufen kann. Nachdem er mit Hilfe Deutsch gelernt hat besuchte er die Realschule und studiert jetzt in Baden Württemberg. „Leider bin ich unter den Migranten noch eine Ausnahme!“

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