Immer nah am Menschen

Martina Stamm-Fibich mit Ronald Reichenberg bei Herta Gräf

11. Juni 2015

Am 5. Juni 2015 besuchte Harry Scheuenstuhl, gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Martina Stamm-Fibich (Mitglied im Ausschuss für Gesundheit) die ambulant betreute Wohngemeinschaft in Wilhermsdorf. In der Schlossgartenstraße 5 werden seit 15.02.2015, zwei Wohngruppen mit je 11 Betreuten ambulant durch die Diakonie, Pflegedienst Wilhermsdorf, betreut. Stamm-Fibich und Scheuenstuhl informierten sich vor Ort, über die Struktur und auch Probleme, die es gibt.

Senioren Wilhermsdorf

Frisch auf den Tisch!

Ambulant betreute Wohngruppen seien ein sehr probates Mittel, um klassische Heimunterbringungen zu vermeiden, weshalb man sich auch politisch sehr dafür einsetzte, dass diese Möglichkeit der Betreuung erhalten geblieben sei, so Stamm-Fibich. Es könne jedoch nicht angehen, dass das Bayer. Sozialministerium eine Raumgröße von 18 qm plus einer Nasszelle empfiehlt, hingegen die Sozialbehörden eine maximale Größe von 16 qm anerkennen und auch nur hierfür die Kosten übernähmen, so Stamm-Fibich. Man dürfe die Anforderungen nicht überstrapazieren, so Scheuenstuhl. Es sei beispielsweise nur schwer nachvollziehbar, wenn die Fachqualitätsaufsicht (FQA) einen Personalschlüssel von 11:1 für die Nacht fordere, wenn in Heimen auf bis zu 60 zu betreuende Personen in der Nacht nur eine Pflegekraft käme, zumal in den Wohngruppen ein 24-Stunden-Notruf von der Diakonie unterhalten werde, führte Scheuenstuhl weiter aus. Durch die Forderung der FQA, keine gemeinsamen Dienstpläne der beiden Wohngruppen mehr zu unterhalten und eine zweite Pflegekraft für die Nacht einzusetzen, führe zwangsläufig zu einer Erhöhung der ansonsten moderaten monatlichen Kosten. Auch habe die FQA bemängelt, dass ein Besucherraum gleichzeitig als Büroraum und Besprechungszimmer mit Bewohnern der Wohngruppen und deren Angehörigen diente. Man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, so Scheuenstuhl, dass durch die FQA teilweise nicht nachvollziehbare Gründe für Bemängelungen gesucht werden, anstatt solch modernen und nachgefragten Wohngruppen für ältere Menschen zu beraten und zu unterstützen. Beide Politiker versprachen, sich für die Belange der ambulant betreuten Wohngemeinschaften in Wilhermsdorf, aber auch im Allgemeinen einzusetzen.

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