Gemeinsamer Gesprächstermin mit dem Bayerischen Bauernverband – Harry Scheuenstuhl und Horst Arnold zu Besuch in Uffenheim

23. September 2015

In dieser Woche haben sich die Landtagsabgeordneten Harry Scheuenstuhl (SPD), umweltpolitischer Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion, sowie sein Kollege Horst Arnold (SPD), agrarpolitischer Sprecher und Experte im Bereich Landwirtschaft, zu einem gemeinsamen Gesprächstermin mit dem Bayerischen Bauernverband getroffen. Im landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Frieß (Uffenheim) konnten sich die Abgeordneten zusammen mit Vertretern der Kreisvorstandschaft des Bayerischen Bauernverbandes (Kreisverband Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim), u.a. der Kreisobmann Herr Leo Seitz, die Kreisbäuerin Frau Renate Ixmeier, sowie der Geschäftsführer der Geschäftsstelle Neustadt-Uffenheim, Herrn Rudolf Meth, über Probleme und Arbeitsschwerpunkte der Bayerischen Landwirtschaft unterhalten

BBV

In einer offenen Gesprächsrunde teilten die Landwirte den beiden SPD-Politikern mit, dass sie, wie eine Vielzahl anderer heimischer Bauern, durch die aktuelle Problematik der geringen Preise für Milch und Schweinefleisch vor immensen finanziellen Schwierigkeiten stehen. „Der niedrige Milchpreis resultiert aus einem gegenwärtigen Überangebot, da Russland, bisweilen Hauptabnehmer deutscher Milch, ein Einfuhrverbot für Agrarprodukte der Europäischen Union verhängt hat. Gleichzeitig ist die Nachfrage aus China gesunken und auch die EU-Milchquote wurde zu Beginn dieses Jahres abgeschafft worden.“, so Arnold. In dieser Woche beraten die Agrarminister der EU-Mitgliedsstaaten über ein Hilfspaket für die Landwirte. Die Politiker, denen der direkte Kontakt zu den Landwirten wichtig ist, konnten außerdem in Erfahrung bringen, dass auch Themen aus dem Bereich Umweltschutz für Gesprächsstoff unter den Anwesenden sorgten. Besonders über den Einsatz des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat und die Ausbringung von Gülle und der damit einhergehenden Nitratbelastung heimischer Gewässer wurden intensiv diskutiert. Scheuenstuhl mahnte deshalb: „Sollte sich die Vermutung der WHO bestätigen und der Wirkstoff ist tatsächlich krebserregend, fordern wir selbstverständlich ein umgehendes Totalverbot aller glyphosathaltigen Herbizide!“ Bisher tritt er für eine strengere Reglementierung und ein teilweise geltendes Anwendungsverbot von Glyphosat ein. Und auch bei der Gülleausbringung gilt für den umweltpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion das Prinzip der Vorsorge: „Laut einer Prognose des Landesamtes für Umweltschutz werden im Jahr 2021 gut 40 Prozent aller bayerischen Grundwasserkörper mit Nitrat belastet sein. Ursachen hierfür sind Gülle und künstlichem Dünger, welche als Nitrat in unsere Gewässer gewaschen werden. Falls die Stickstoffverbindungen erst einmal in großen Mengen im Grundwasser vorhanden sind, lässt sich eine ‚Vergiftung‘ des heimischen Wassers kaum stoppen. Uns bleibt also nicht mehr viel Zeit um die Wende zu schaffen!“ Scheuenstuhl und Arnold betonten aber gleichzeitig, dass sich praxisferne Entscheidungen seitens der Politik nur durch gemeinsame Gespräche verhindern ließen. Aus diesem Grund bekräftigten die Abgeordneten ihre Absicht, auch weiterhin eng mit dem Bayerischen Bauernverband zusammenarbeiten zu wollen.

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